2 Jahre Stellina

Hallo ihr lieben

Am 11.09 vor 2 Jahren mussten wir für immer Abschied von unserem 2. Sternschen nehmen. Lange hatten wir dafür gekämpft und ich hatte bis zum operativen Eingriff nie die Hoffnung aufgegeben, dass wir ihr Herzchen wieder schlagen sehen würden. Leider war dem nicht so. Ende August an unserem Hochzeitstag erfuhren wir, dass ihr Herz nicht mehr schlug. Ich bat den Arzt abzuwarten, später nochmals zu schauen, es käme alles gut.

Leider war dem nicht so. Ich habe es bis aufs letzte hinausgezögert, gewartet,, gebetet, leider war alles umsonst. Heute lasse ich Euch den Brief hier, den ich ihr vor 2 Jahren geschrieben habe. Stellina mia, ich habe dich nicht vergessen!

 

Du darst nun geh’n

… obwohl ich dich eigentlich nicht gehen lassen will. Aber ich weiss, dass du keine Chance hast und dich schon am zurückbilden bist. Ich bräuchte Dich aber eigentlich hier, in mir, müsste glücklich sein, die ganze Welt umarmen und mich auf dich freuen. Aber du gehst, machst dich auf den Weg. Gehst zu den anderen Sternenkinder und ich hoffe du wirst dort gut aufgenommen und bist nie alleine. Mamma und Papa werden dich nie vergessen, auch wenn mancher uns nicht versteht, denn du warst ja so klein, mancher würde sagen noch gar kein Baby.

Aber du warst für uns unser Baby, unser Glück, unser kleines Wunder. Ich hatte mir schon ausgemalt wie dein Kinderzimmer werden sollte, wie es Papa und ich allen Verwandten erzählen würden. Ich hatte mir vorgestellt wie schön es sein würde mit einem Kugelbauch beim Weihnachtsbaum zu sitzen, wie ich dir auch etwas kleines zur Weihnacht kaufen würde. Ich freute mich auf unser erstes Konzert zusammen, natürlich mit dir im Bauch und Sitzplatz und habe die Tickets auch schon gekauft.

Auch unser kleiner pelziger Freund, unser Hund, merkte, dass etwas anders war als sonst und suchte immer mehr meine Nähe.
Ob er etwas ahnte? Ich weiss es nicht und wir werden es wohl auch nie wissen mein kleiner Stern.

 

Ich habe gestern meinen grossen alten Steinengel hervorgenommen und eine Kerze für dich reingestellt. Papa hat mich gefragt ob diese Kerze für dich sei und ich bejahte. Wenn ich Lust habe an dich zu denken, werde ich diese Kerze anzünden, kannst Du sie sehen? Vielleicht wird sie mit der Zeit nicht mehr so oft brennen aber ich werde sie dort stehen lassen.

Ist eigentlich der Sternenhimmel in der Nähe des Himmels für die ungeborenen Kinderlein? Wenn ja kannst du dich nicht mal nach deiner Schwester oder deinem Bruder umsehen und diese/n bald zu uns schicken? Wir möchten keinen Ersatz für dich mein Stern, wir möchten nur, dass in unserem Haus endlich ein Kinderlachen zu hören ist. Ich verspreche dir, wir werden dich nicht vergessen und wenn dein Geschwister genug alt ist, werden wir auch von Dir erzählen. Dein Geschwisterchen wird immer ein Schutzengel haben, nicht wahr?

Nun mein Schatz, du darfst gehen. Mama und Papa sind zwar nicht bereit aber wir wissen, dass es das richtige ist.
Egal wie klein du warst, egal ob du schon ein „richtiges“ Baby warst oder nicht, wir werden Dich für immer lieben.

Gute Reise kleiner Stern

Advertisements

Wie Mütter sich an Ihren Kindern messen…

Hallo ihr lieben

Lange habe ich mir überlegt, ob ich diesen Post machen soll. Aber da es ja mein Blog ist und man wegscrollen kann, habe ich mich entschieden meine Gedanken aufzuschreiben.

Mich nervt es, dass sich Mütter an Ihren Kindern messen müssen.
Ich bin auf verschiedenen Mamma und Erziehungsgruppen auf Facebook. Manchmal ist es wirklich amüsant zu lesen, dass sein Kind nicht das einzige ist, welches nicht essen/schlafen/trinken will oder sich daran zu erfreuen wenn gleichaltrige Kinder laufen/sprechen oder gute Schulnoten nach Hause bringen.

Aber leider lese ich auch immer wieder folgende Beiträge:

Meine Emely * kann mit 13 Monaten schon laufen? Wann konnten dass denn eure Kinder?

Meine Kinder bekommen bis 12 Jahre keine Schokolade. Ich verstehe Mütter nicht die Kindern mit Süssem vollstopfen! Also wie seht ihr das?

Mein Janosch* konnte also schon mit 1.5 Jahren das ganze ABC aufsagen, und eure Kids?

(* Namen frei erfunden, Beiträge abgeändert aber so im Facebook gefunden)

Ihr könnt euch die lebhaften Diskussionen sicherlich vorstellen. Von der Mutter die behauptet, dass ihre Tochter mit 3 Monaten schon den Handstand konnte, zu der Mutter die sich nun sorgt, dass ihre Tochter mit 1 Jahr noch nicht laufen kann. Mütter die andere Mütter verurteilen weil ihre Kinder mal was Süsses bekommen, zu Mütter die Ihre Kinder nur mit Salat und Kichererbsen ernähren (achtung Ironie!).  Mütter die ihre Kinder in spezielle Schulen schicken damit diese nacher im Erwachsenenalter Politiker werden zu Mütter die sich nun Sorgen machen weil ihr Kind noch kein ABC aufsagen kann sondern ganz normal entwickelt ist.

Ich frage mich weshalb wir uns an unseren Kindern messen müssen. Lassen wir doch Kinder Kinder sein. Lassen wir sie doch in ihrem Rhytmus aufwachsen und entwickeln. Sie müssen sich dann in der Schule und im Arbeitsleben noch genug unterordnen und an Regeln halten. Lassen wir ihnen ihre unbeschwerte Kindheit…

 

Mein Kinderwunsch – Teil 1 – meine 1. Schwangerschaft

Wir haben einen langen Kinderwunsch hinter uns.  Drei Jahre um genau zu sein. Für einige mag es nach viel klingen, für einige nach wenig.

Ich liebte Kinder schon immer und als ich und mein Mann heirateten war der Kinderwunsch klar im Vordergrund.

In meinem Freundeskreis haben alles plus minus gleichzeitig geheiratet und wurden gleich schwanger. Ich machte mir noch keine grossen Gedanken, ich schiebte meine Schwangerlosigkeit darauf, dass ich jahrelang die Pille genommen hatte.

Unterdessen wurden in meinem Freundeskreis Kinder geboren und weitere Schwangerschaften verkündigt.

Endlich, im Sommer 2014 wurde ich schwanger. Eine Woche bevor es in die Ferien gehen sollte, hielt ich meinen positiven Scchwangerschaftstest in den Händen.
Ich war überglücklich. Meine Schwiegerfamilie war schon am Ferienort und ich hatte mir ausgemalt, wie ich es Ihnen sagen wollte. Meinen Eltern wollte ich es nach meiner Rückkehr aus den Ferien erzählen.

Leider kam es nie dazu – leider kam alles anders. Am Donnerstag vor unserem Abflug am Freitag hatte ich Blutungen, ich war damals ca in der 7/8 SSW. Starke Blutungen. Panik, Trauer und Unfassbarkeit. Mein Frauenarzt hat mich kontrolliert und konnte leider nur noch einen Schwangerschaftsabbruch feststellen.

Ich ging trotzdem in die Ferien, dachte mir ich könnte damit umgehen. Leider war dem nicht so. Leider traff es mich härter als gedacht.
Die Ferien wurden natürlich zum reinen Fiasko. Ich bekam starke Depressionen, ich weinte viel und konnte mich nicht von diesem Schock und diesem Verlust erholen.

Dieser Verlust begleitet mich noch heute und hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Wie ihr wisst habe ich unterdessen eine kleine, süsse Tochter – meine kleine Maus. Aber meinen 1. kleinen Stern dort oben, ja mein Stern der immer über uns wachen wird, werde ich nie vergessen.

 

wallpaper_engel_feat._xavier