Alles von Anfang…

Es geht wieder los..

 

Wir haben uns dazu entschieden unser Glück zum 2. Mal auf die Probe zu stellen. Ein 2 mal hibbeln, hoffen und Angst haben. Ich frage mich gerade insgeheim weshalb wir uns das noch einmal antun wollen. Weshalb ich meinen Körper zum wiederholten Male verfluchen muss. Im Februar waren wir bei meinem Frauenarzt, der bei mir alle Kontrollen sowie die Inseminationen durchgeführt hatte. Leider sind meine Werte schlechter weshalb er mich in die nächste Uniklinik verwiesen hat.

Mit dieser Entscheidung hatte ich zuerst einmal sehr zu kämpfen. Ich fühlte mich wohl bei „meinem“ Arzt, war gut betreut, kannte nach meinem Leidensweg die MPA’s gut und war gut aufgehoben.

Bei der Uniklinik die grosse Überraschung – bis jetzt- alles halb so schlimm als gedacht.

Mein Unterbewusstsein und mein Gehirn/Herz sind schlimmer als gedacht. Ich glaube, ich habe die ersten Fehlgeburten und die ganzen Behandlungen noch nicht richtig verarbeitet. Ich stelle mir immer wieder die Frage ob ich denn wirklich bereit bin für ein 2. Kind. Gleichzeitig denke ich aber auch, dass ich einfach Angst habe einen 2. Versuch zu starten und mich deshalb unsicher und noch nicht bereit fühle.

 

Zur Zeit fühle ich mich einfach verloren…

2 Jahre Stellina

Hallo ihr lieben

Am 11.09 vor 2 Jahren mussten wir für immer Abschied von unserem 2. Sternschen nehmen. Lange hatten wir dafür gekämpft und ich hatte bis zum operativen Eingriff nie die Hoffnung aufgegeben, dass wir ihr Herzchen wieder schlagen sehen würden. Leider war dem nicht so. Ende August an unserem Hochzeitstag erfuhren wir, dass ihr Herz nicht mehr schlug. Ich bat den Arzt abzuwarten, später nochmals zu schauen, es käme alles gut.

Leider war dem nicht so. Ich habe es bis aufs letzte hinausgezögert, gewartet,, gebetet, leider war alles umsonst. Heute lasse ich Euch den Brief hier, den ich ihr vor 2 Jahren geschrieben habe. Stellina mia, ich habe dich nicht vergessen!

 

Du darst nun geh’n

… obwohl ich dich eigentlich nicht gehen lassen will. Aber ich weiss, dass du keine Chance hast und dich schon am zurückbilden bist. Ich bräuchte Dich aber eigentlich hier, in mir, müsste glücklich sein, die ganze Welt umarmen und mich auf dich freuen. Aber du gehst, machst dich auf den Weg. Gehst zu den anderen Sternenkinder und ich hoffe du wirst dort gut aufgenommen und bist nie alleine. Mamma und Papa werden dich nie vergessen, auch wenn mancher uns nicht versteht, denn du warst ja so klein, mancher würde sagen noch gar kein Baby.

Aber du warst für uns unser Baby, unser Glück, unser kleines Wunder. Ich hatte mir schon ausgemalt wie dein Kinderzimmer werden sollte, wie es Papa und ich allen Verwandten erzählen würden. Ich hatte mir vorgestellt wie schön es sein würde mit einem Kugelbauch beim Weihnachtsbaum zu sitzen, wie ich dir auch etwas kleines zur Weihnacht kaufen würde. Ich freute mich auf unser erstes Konzert zusammen, natürlich mit dir im Bauch und Sitzplatz und habe die Tickets auch schon gekauft.

Auch unser kleiner pelziger Freund, unser Hund, merkte, dass etwas anders war als sonst und suchte immer mehr meine Nähe.
Ob er etwas ahnte? Ich weiss es nicht und wir werden es wohl auch nie wissen mein kleiner Stern.

 

Ich habe gestern meinen grossen alten Steinengel hervorgenommen und eine Kerze für dich reingestellt. Papa hat mich gefragt ob diese Kerze für dich sei und ich bejahte. Wenn ich Lust habe an dich zu denken, werde ich diese Kerze anzünden, kannst Du sie sehen? Vielleicht wird sie mit der Zeit nicht mehr so oft brennen aber ich werde sie dort stehen lassen.

Ist eigentlich der Sternenhimmel in der Nähe des Himmels für die ungeborenen Kinderlein? Wenn ja kannst du dich nicht mal nach deiner Schwester oder deinem Bruder umsehen und diese/n bald zu uns schicken? Wir möchten keinen Ersatz für dich mein Stern, wir möchten nur, dass in unserem Haus endlich ein Kinderlachen zu hören ist. Ich verspreche dir, wir werden dich nicht vergessen und wenn dein Geschwister genug alt ist, werden wir auch von Dir erzählen. Dein Geschwisterchen wird immer ein Schutzengel haben, nicht wahr?

Nun mein Schatz, du darfst gehen. Mama und Papa sind zwar nicht bereit aber wir wissen, dass es das richtige ist.
Egal wie klein du warst, egal ob du schon ein „richtiges“ Baby warst oder nicht, wir werden Dich für immer lieben.

Gute Reise kleiner Stern

Mein Kinderwunsch – Teil 2 – Untersuchungen hoch 100

Hallo ihr lieben

Solange meine MiniMaus noch schläft habe ich die Zeit euch zu schreiben. Heute möchte ich euch von meinen Untersuchungen erzählen.

Nach meiner ersten Fehlgeburt musste ich ins Krankenhaus als ich aus den Ferien zurückkam um zu schauen ob ich wirklich alles „ausgeschieden“ hatte (schreckliches Wort!). Zum Glück musste ich in diesem Fall keine Curettage machen. Mir wurde Blut genommen um die Blutgruppe zu bestimmen die ich damals nicht wusste und um zu schauen ob ich irgendwelche Infektionen hatte. Zum Glück war alles gut.

Beim Test kam raus, dass ich die Blutgtruppe AB negativ habe. Eine sehr seltene Blutgruppe, zudem ist der Resusfaktor negativ für den Kinderwunsch nicht gerade das Beste. Einerseits bekämpft es alles was den Resusfaktor positiv hat (also wenn mein Baby A+ gewesen wäre hätte es mein Körper bekämpft) und zudem muss man sich während der Schwangerschaft 2 Spritzen Anti D über sich ergehen lassen.

Lange Zeit verging dann und ich habe viele Untersuchungen über mich ergehen lassen. Die Schilddrüse wurde kontrolliert, viele Bluttests gemacht, ein Eileiterdurchgangstest bis zu einer Zykluskontrolle bei welcher ich jeden 2 Tag zum Ultraschall und Bluttest musste. Nebst den Kosten ist zu bemerken, dass dieser Arzt bei dem ich war ein Spezialist auf diesem Gebiet ist und- wie es anders sein sollte nicht gerade in der Nähe lag. Aber was man nicht alles auf sich nimmt !

Auch mein Mann hat ein Spermiogramm und verschiedene Tests bezüglich der Vaskulation gemacht (Durchblutung der Hoden). Bei ihm war alles sehr sehr gut! Obwohl er über 30 Jahre alt war, Raucher ist und stark abgenommen hatte. Niemand hätte ein so tolles Resultat erwartet.

Daher wurde mir resp uns bewusst, dass ich das Problem in der ganzen Situation war und bin. Mit diesem Gedanken umzugehen war schwierig. Ich war / bin die böse die uns davon abhält unseren Familientraum zu verwirklichen. Ich war /bin die Schuldige!

Schlussendlich fand man heraus, dass ich keine Folikel produziere resp. meine Folikel irgendwann und irgendwie kaputt gehen. Die erste Schwangerschaft war wohl ein Glückstreffer. Sie wurden einfach nie genug gross um sich dann richtig befruchten zu lassen. Beim Eisprung waren sie schon nicht mehr vorhanden oder viel zu klein. Endlich nach 1.5 Jahren wussten wir endlich wo und wer das Problem war!

 

Mein Kinderwunsch – Teil 1 – meine 1. Schwangerschaft

Wir haben einen langen Kinderwunsch hinter uns.  Drei Jahre um genau zu sein. Für einige mag es nach viel klingen, für einige nach wenig.

Ich liebte Kinder schon immer und als ich und mein Mann heirateten war der Kinderwunsch klar im Vordergrund.

In meinem Freundeskreis haben alles plus minus gleichzeitig geheiratet und wurden gleich schwanger. Ich machte mir noch keine grossen Gedanken, ich schiebte meine Schwangerlosigkeit darauf, dass ich jahrelang die Pille genommen hatte.

Unterdessen wurden in meinem Freundeskreis Kinder geboren und weitere Schwangerschaften verkündigt.

Endlich, im Sommer 2014 wurde ich schwanger. Eine Woche bevor es in die Ferien gehen sollte, hielt ich meinen positiven Scchwangerschaftstest in den Händen.
Ich war überglücklich. Meine Schwiegerfamilie war schon am Ferienort und ich hatte mir ausgemalt, wie ich es Ihnen sagen wollte. Meinen Eltern wollte ich es nach meiner Rückkehr aus den Ferien erzählen.

Leider kam es nie dazu – leider kam alles anders. Am Donnerstag vor unserem Abflug am Freitag hatte ich Blutungen, ich war damals ca in der 7/8 SSW. Starke Blutungen. Panik, Trauer und Unfassbarkeit. Mein Frauenarzt hat mich kontrolliert und konnte leider nur noch einen Schwangerschaftsabbruch feststellen.

Ich ging trotzdem in die Ferien, dachte mir ich könnte damit umgehen. Leider war dem nicht so. Leider traff es mich härter als gedacht.
Die Ferien wurden natürlich zum reinen Fiasko. Ich bekam starke Depressionen, ich weinte viel und konnte mich nicht von diesem Schock und diesem Verlust erholen.

Dieser Verlust begleitet mich noch heute und hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Wie ihr wisst habe ich unterdessen eine kleine, süsse Tochter – meine kleine Maus. Aber meinen 1. kleinen Stern dort oben, ja mein Stern der immer über uns wachen wird, werde ich nie vergessen.

 

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